Vor einigen Monaten habe ich mir ein gebrauchtes Canon 100mm 2.8 Makroobjektiv gekauft. Der Preis war so gut – obwohl ich nie großartig Interesse an der Makrofotografie hatte, kaufte ich mir die Linse also recht spontan. Leider war es Winter, alles grau in grau, keine Pflanzen, keine Insekten – irgendwie wollte der Funke nicht überspringen. Somit habe ich das Objektiv um den selben, günstigen Preis an eine Freundin weiterverkauft – unter der Bedingung, dass ich mir das Objektiv mal borgen dürfte.

Nun ist Mai, alles ist bunt, Allergiker müssen „24/7“ niesen – bester Zeitpunkt also, um zum ersten Mal mit einem Makro zu hantieren.

F9 | ISO 1600
F22 | ISO 100 | Flash

Ich werde nicht großartig auf die Technik oder Details eingehen, ein paar Dinge sind mir (als „Offenblende-Fotograf“) aber aufgefallen:

  • Blende 2.8 ist eigentlich für „echte“ Makros absolut unbrauchbar
  • Arbeiten um Blende 11 und mehr ist schon sinnvoller
  • Ameisen sind flott
  • Bienen sind schneller
  • daraus folgt: selbst ISO 1600 bei Sonnenschein ist bei solchen Blendenzahlen keine Seltenheit
  • daraus folg wiederum: ISO 1600 ist danke neuer Kamera das neue ISO 400 🙂
  • Makrofotografie kann sehr entspannend sein, da Flugbuchungen oder Sonnenstandsberechnungen wegfallen
  • Makrofotografie braucht viel Geduld, Glück und Gedanken zum Bildaufbau
  • alle Bilder sind mit einem 2x Konverter entstanden, also quasi 200mm Brennweite bei 30cm Nahstellgrenze

Dies gesagt, hier also noch ein paar persönlichen Favoriten der letzten beiden Wochen mit dem Objektiv – vielen Dank nochmal an die Besitzerin fürs Herborgen!

 


F25 | ISO 320
F10 | ISO 6400F13 | ISO 10000
F9 | ISO 1600F7.1 | IS0 400

F6.3 | ISO 6400